Die hier gelegene erste Kirche des Landes – sie stammt aus dem 4. Jahrhundert – erinnert nämlich an Gregor den Erleuchter, der wegen seines Glaubens 13 Jahre in einer Höhle eingesperrt war. In die unterirdischen Zellen kann man noch heute hinabsteigen. Geschichte atmen wir auch in Karahunj, das auch das „armenische Stonehenge“ genannt wird: Der Steinkreis mit astronomischer Funktion wurde vor 6000 Jahren errichtet. Ganz in der Nähe inspizieren wir ein uraltes Höhlendorf mit hunderten Wohn- und Speicherhöhlen inmitten kleiner Hügel und Felszacken.

Von der bewegten Blütezeit der Seidenstraße erzählt uns die vollständig erhaltene, mittelalterliche Karawanserei. Höhenluft strömt dagegen am Sewansee in unsere Lungen, den die Armenier oft als Meer bezeichnen – er ist einer der höchstgelegenen Seen der Welt (auf 1.900 m) und zugleich einer der größten aller Hochgebirgsseen. Vom Ufer aus gelangen wir über Stufen und schmale Pfade zum Sewan-Kloster.